© 2019 Günter Huber 

Seit es Menschen gibt, werden Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwendet, in allen archaischen Kulturen finden wir diesbezügliche Hinweise.
Unsere traditionelle abendländische Anwendung von Heilpflanzen hat viele populäre Gesichter, wie Kräuterpfarrer Künzle, Kneipp, Lehmpastor und Iridologe Felke, die Pastorin Madaus oder Maria Treben, um nur einige zu nennen.
Die moderne individuelle Phytotherapie hat mit der „Berliner Schule“ um Klaus Krämer eine Renaissance der Pflanzenheilkunde entstehen lassen. Das „Teerezept aus dem Auge“ ist die bewusste Anpassung der Teerezepturen an das akute Krankheitsgeschehen im Kontext der konstitutionellen Umstände des Patienten (mit Hilfe der Augendiagnose). Es werden keine standardisierten Arzneimittel eingesetzt und wie in den Rezepturen der chinesischen Medizin folgen die Zusammensetzungen bestimmten Regeln (wird beispielsweise eine saponinreiche Pflanze verordnet, bedarf dies anderer Pflanzen um die reizende Wirkung der Saponine zu neutralisieren).